Menschen in einer Arbeitsgruppe
McKinsey & Company

Praxisbeispiel McKinsey Unconscious Bias-Training

Durch unbewusste Vor­urteile in Beurteilungs­prozessen besteht die Gefahr, dass Frauen bei Personal­auswahl, -bewertung und -beförderung benach­teiligt werden. Das „Unconscious Bias“-Training wurde konzipiert, um einen möglichst fairen und ein­heitlichen Beurteilungs­prozess für alle Bewerber/-innen bei McKinsey sicher­zu­stellen.

Hintergrund/Ausgangssituation

Das „Unconscious Bias“-Training (wörtlich: „unbewusste Vor­eingenommen­heit“) soll vor allem Kollegen und Kolleginnen, die an Personal­entscheidungen von McKinsey mitwirken, verdeutlichen…

  • …wie unser Gehirn funktioniert und warum jeder von uns unbewusste Präferenzen hat und im Leben braucht
  • …welche Vorurteile und unbewussten Annahmen die meisten von uns in Bezug auf Männer und Frauen, aber auch andere Unter­gruppen in unserem Unter­nehmen haben
  • …wie somit Miss­verständnisse entstehen können und unsere Entscheidungen beeinflusst werden

Beschreibung der Maßnahme

Als Vorbereitung auf das Training können die Teil­nehmer sich mit Hilfe eines computer­gestützten Tests ihre eigenen unbewussten Präferenzen bewusst machen. Der Implicit Association Test (IAT) wurde von der Harvard-Universität konzipiert und für unsere Zwecke weiterentwickelt. Im Training selbst geht es dann darum, z.B. Unter­schiede zwischen männlicher und weiblicher Kommunikation oder Konflikt­bewältigung auf­zuzeigen und zu erkennen.


Linda Dauriz, Partner
McKinsey
Linda Dauriz, Partner

„Minimizing the impact of hidden preferences on staffing decisions is one of the key drivers to enhance the share of women in company’s leader­ship teams.“


In intensiver Diskussion wurden in den ersten Trainings Maßnahmen entwickelt, die nun in der Organisation ausge­rollt werden, um den Einfluss unbewusster Präferenzen auf Personal­entscheidungen zu minimieren. Im nächsten Schritt gilt es, das gewonnene Wissen in der gesamten Organisation zu verankern, so dass wir alle von den unter­schiedlichen Stärken von Frauen und Männern lernen können.

Wirkung/Ergebnis

Dank der Trainings werden bessere Recruiting-Ergebnisse erzielt, da Entscheidungen objektiver gefällt werden. Der Anteil der Frauen unter den Consultants steigt. Auch bei der Personal­bewertung zeigen sich Verbesserungen. Insgesamt hat die Aus­schaltung vorhandener Biases kultur­verändernde Wirkung: Mitarbeiter interagieren bewusster und nehmen die verdeckten Vor­urteile klarer wahr.

Nicht zuletzt setzt McKinsey auch mit dieser Maßnahme ein klares Zeichen als Arbeit­geber: Diversität und Chancen­gleich­heit sind nicht nur wichtig, sondern bergen auch viel Potenzial für die einzelnen Teams und das gesamte Unter­nehmen.

Lehrreiche Erfahrungen

  • Auch Mitarbeiter/-innen, die sich sicher waren, Personal­entscheidungen ganz objektiv zu treffen, hatten teils starke unbewusste Präferenzen
  • Die Unterstützung durch die oberste Management­ebene hat die groß­flächige Um­setzung der „Unconscious Bias“-Trainings erleichtert

Falls Sie Fragen und Anmerkungen zu diesem oder anderen Praxis­beispielen haben sollten, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an mitgestalten@chefsache.de.

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