NOVENTI: Moderne Führung muss alle gleichberechtigt fördern
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'Friends of'-Chefsache NOVENTI: Moderne Führung muss alle gleichberechtigt fördern

Die NOVENTI Group ist führender Gesundheitsdienstleister. Das Unternehmen gehört zu den ‚Friends of‘-Chefsache. Im Interview erklärt Dr. Verena Heeschen, Bereichsvorständin Personal und Recht (CHRO) der NOVENTI Health SE, warum sich das Unternehmen bei der Initiative Chefsache engagiert und was intern passiert, um Chancengerechtigkeit zu gewährleisten.

1. Warum haben Frauen und Männer noch nicht die gleichen Chancen in der Arbeitswelt?

Die Chancen sind bereits vorhanden – nun ist es Zeit, Frauen dazu zu ermutigen, sie zu ergreifen. Wir wissen, dass Vorbilder und Rollenmodelle enorm wichtig sind und maßgeblich für die persönliche und berufliche Entwicklung. Es ist essenziell, auch Mädchen und jungen Frauen vorzuleben, dass Frauen in unserer Gesellschaft jede erdenkliche berufliche oder politische Rolle einnehmen können. Jungs und junge Männer haben diese Vorbilder schon. So geht es in Zukunft weniger darum neue Chancen und Möglichkeiten für Mädchen und Frauen zu schaffen, als vielmehr dafür zu sorgen, dass die bestehenden Möglichkeiten erkannt, genutzt und voll ausgeschöpft werden. So hätte vor 30 Jahren niemand an eine Bundeskanzlerin, an eine Kommissionspräsidentin oder an eine Präsidentin der Europäischen Zentralbank geglaubt. Angela Merkel, Ursula von der Leyen und Christine Lagarde zeigen, was möglich ist und inspirieren damit junge Frauen.

Dr. Verena Heeschen, NOVENTI Health SE
NOVENTI Health SE

2. Was tut Ihr für mehr Chancengerechtigkeit?

Bei NOVENTI haben wir bereits eine Reihe von Angeboten für Frauen im Unternehmen, die unsere weiblichen Führungskräfte in Anspruch nehmen können.

  • Frauen-Führungsakademie (externes Trainingsangebot)
  • Unterstützung für Frauen bei der Rückkehr aus Elternzeit bewirkt hohe Rückkehrquote
  • Wir machen vereinzelt Führungspositionen für Frauen in Teilzeit möglich
  • Flexible Arbeitszeiten (Gleitzeit)
  • Vertrauensobfrau

Neu entwickelt in 2020 haben wir unseren Frauen-Führungszirkel. Hier treffen sich regelmäßig alle Frauen in Führungspositionen bei NOVENTI zum Austausch und zum Netzwerken. Von diesem Erfahrungsaustausch profitieren alle Teilnehmerinnen und es ergeben sich viele Anregungen und Anknüpfungspunkte für weitere Projekte im Unternehmen, um für mehr Chancengerechtigkeit bei NOVENTI zu sorgen und bestehende Hindernisse aus dem Weg zu räumen.

3. Welche Rolle spielt Führung in Bezug auf Chancengerechtigkeit?

Wer kann aktiv etwas tun, damit in Deutschland die Zahl der Frauen in Führungspositionen steigt? Es sind in erster Linie die Führungskräfte selbst! Es liegt auch an ihnen, sich dafür einzusetzen, dass zukünftig mehr verantwortungsvolle Positionen von Frauen besetzt werden. Eine der wichtigsten Aufgaben von moderner Führung ist es, weibliche wie auch männliche Talente auf allen Ebenen der betrieblichen Hierarchie zu erkennen und gleichberechtigt zu fördern. Da wir in der Mehrzahl männliche Führungskräfte haben, gilt es insbesondere diesen den Mehrwert von Diversität vor Augen zu führen und zu zeigen, wo und wie sie ihren Beitrag leisten können,

4. Warum engagiert Ihr Euch für die Initiative Chefsache?

Wir wollen nicht nur innerhalb von NOVENTI mehr Bewusstsein für betriebliche Chancengleichheit schaffen. Vielmehr sehen wir diese Aufgabe als gesamtgesellschaftliche Verpflichtung und Bedingung für eine moderne Wirtschaft. Dafür brauchen wir insbesondere die Unterstützung der Öffentlichkeit und das Bewusstsein für die Herausforderungen: Die Initiative Chefsache ist die ideale Plattform für dieses Vorhaben, denn sie bringt Entscheider zusammen und schafft gleichzeitig eine breite Aufmerksamkeit für das Thema Chancengleichheit in Unternehmen.

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