Mitglied NDR

Der Norddeutsche Rundfunk (NDR) ist die Landesrundfunkanstalt für die Freie und Hansestadt Hamburg und für die Länder Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Der Sitz ist in Hamburg.

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Der NDR ist Mitglied der ARD und Anstalt des öffentlichen Rechts und hat mehr als 3.800 fest­angestellte Beschäftigte, darunter 48 Prozent Frauen. 2008 hat der NDR die „Charta der Vielfalt“ unter­zeichnet und organisiert seitdem Diversity-Veranstaltungen und diverse Projekte zur Förderung der Vielfalt im Unternehmen. 2012 ist die Dienst­vereinbarung zur beruflichen Gleich­stellung von Frauen und Männern über­arbeitet worden. Vorrangiges Ziel ist es seitdem Unter­repräsentanzen in Berufs- und Hierarchie­gruppen abzubauen, die besonders männlich oder weiblich geprägt sind. 2018 ist der NDR mit dem Helga-Stödter-Preis der Handels­kammer Hamburg für seine Erfolge im Mixed Leadership ausgezeichnet worden.

Frauen in Führung zu etablieren, ist ein wichtiges Unternehmens­ziel des NDR. Frauen sind heute sehr gut ausgebildet und damit so qualifiziert wie nie zuvor. Diversität in der Führung fördert unter­schiedliche Blick­winkel und Arbeits­weisen und bildet die gesellschaftliche Realität und Notwendig­keit einer paritätischen Zusammen­setzung der Führungs­ebene ab, da ist sich der NDR sicher.

Im NDR sind Führungspositionen klar definiert: Wer eine Personal- und/oder Budget­verantwortung hat und in den oberen beiden tariflichen Vergütungs­gruppen eingruppiert ist, bzw. außer­tariflich bezahlt wird, ist eine Führungs­kraft. Der Anteil der Frauen in Führung liegt bei 38 Prozent.

Dass sich gerade bei Hochqualifizierten die Phase der Familien­gründung mit der karriere­intensiven beruflichen Entwicklung zeitlich stark über­schneidet, ist Fakt. Um Frauen mit Familie die Entscheidung für eine Führungs­position leichter zu machen, bietet der NDR zudem einen Familien­service, der zu Themen wie Kinder­betreuung und Pflege, sowie in der Lebens­beratung hilf­reich zur Seite steht und bei Bedarf Betreuungs­personen vermittelt. Außerdem bietet der NDR an den verschiedenen Stand­orten im Sende­gebiet Eltern-Kind-Büros und bei Bedarf auch eine Not­betreuung durch Erzieherinnen für Mitarbeiter­kinder an.

Dass bei einer guten Vereinbarkeit auch die Väter im NDR eine entscheidende Rolle spielen, spiegelt sich in den Zahlen der männlichen Mitarbeiter in Teil­zeit und Eltern­zeit deutlich wider. Seit einigen Jahren steigt die der Anteil der Männer unter den Teil­zeit­beschäftigten an und liegt mit knapp 20 Prozent deutlich über dem Bundes­durch­schnitt. Der Anteil der Männer in Eltern­zeit ist mit 35 Prozent auch deutlich höher als bundes­weit und mit im Durchschnitt drei Monaten auch länger als im Bundes­durch­schnitt. Diese Männer, darunter auch viele Vorgesetzte, prägen als Vorbilder neue Sicht­weisen und Ansätze, die Frauen den Rücken stärken und ihnen weitere Karrieren ermöglichen.

Um Väter in ihrer Doppelaufgabe zu bestärken und zu unterstützen, gibt es äquivalent zu Frauen­seminaren wie Women@work und Frauen­netzwerken auch Väter­seminare (Men@work) und ein Väter­netzwerk im NDR.

Mixed Leadership verändert die Unternehmenskultur. Der NDR hat diesen Weg bereits beschritten und wird ihn konsequent – weiterverfolgen. So reagiert das Unternehmen zeitgemäß auf die notwendigen Veränderungen und wachsenden Bedürfnisse in der Gesellschaft.


Lutz Marmor, Intendant des NDR
NDR
Lutz Marmor
NDR Intendant

„Vielfalt in Programm und Belegschaft zahlt sich aus, denn gemischte Teams sind erfolgreicher. So haben wir den Anteil von Frauen in Führungs­positionen in den letzten Jahren kontinuierlich steigern können. Unser Ziel sind 50 Prozent Frauen auf allen Hierarchie­ebenen. Um das zu erreichen, braucht es umfassende Maßnahmen, eine motivierende Unternehmens­kultur und die Verankerung in der Öffentlichkeit. Deshalb habe ich das Thema zur Chefsache erklärt.“


HR-Prozesse oder Guidelines, die Diversity fördern

Um Frauen in Führung zu entwickeln, gibt es im NDR nicht nur verschiedene Maßnahmen, wie ein Führungs­kräfte­programm für Nachwuchs­kräfte, vorbereitende Führungs­seminare und mannig­fache Angebote zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie, sondern es wird auch Top Down propagiert. In jährlichen Personal­planungs­gesprächen werden konkrete Ziele vereinbart, wie Frauen gefördert werden. An den Auswahl­gesprächen für Führungs­kräfte nehmen auch die Gleichstellungs­beauftragten des NDR teil.

Die meisten Frauen in Führung üben eine Leitungsfunktion in Vollzeit­beschäftigung aus. Im NDR wird es aber auch ermöglicht, eine Führungs­position in Teilzeit zu haben.

Neue Modelle zur Förderung von Frauen in entsprechenden Positionen, wie geteilte Führung (Top-Sharing) und Führung in Teil­zeit, bewähren sich im NDR und werden auch in Zukunft weiter als Option angeboten. Mit Teil­zeit­angeboten kann es manchen (mehr­heitlich) Frauen leichter fallen, sich auch dann für eine Leitungs­funktion zu entscheiden, wenn die Lebens­phase stark familien­orientiert ist.

Praxisbeispiele (Best Practice)

  • Sieben Frauen und ein Mann üben eine Leitungs­funktion in geteilter Führung (zu jeweils 50 %) aus. Dabei wird der geteilte Verantwortungs­bereich zum Beispiel entweder nach Schwerpunkten getrennt, oder nach Arbeitstagen.
  • Seit April 2016 teilen sich eine Frau und ein Mann als Auslands­korrespondenten ihren Arbeits­platz im ARD-Hörfunk­studio Singapur.
  • Auch vollzeitnahe Führung wird gelebt mit einem Anteil von 80 oder 90 Prozent der vollen Arbeits­zeit. Home Office und mobiles Arbeiten sind ebenso Eckpfeiler der Arbeitswelt 4.0 im NDR.
  • Beispiele dieser Art machen deutlich, dass ein Umdenken stattgefunden hat und sich die Strukturen den modernen Anforderungen anpassen. Auch für die nachfolgenden Generationen, die jetzt in den NDR kommen und eine gute Work-Life-Balance fordern, können sie Mut machende Vorbilder sein. Auf der Intranet-Seite der Gleich­stellungs­beauftragten werden beispielhaft neue Rollen­bilder oder Lebens­modelle im NDR in Video­sequenzen vorgestellt.

Mehr zum Unternehmen

www.ndr.de


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