Frauenhand auf einem Laptop, daneben liegen Handy und Notizbuch
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Praxisbeispiel Caritas Frauen in Führungs­positionen

Der Deutsche Caritasverband hat 2011 damit begonnen, systematisch das Thema „Frauen in Führungspositionen“ zu bearbeiten. Bei einem Frauenanteil unter den Mitarbeitenden von über 80% war klar, dass der geringe Frauenanteil auf den oberen Führungsebenen nicht an einem Mangel an potenziellem weiblichen Führungsnachwuchs liegt.

Hintergrund/Ausgangssituation

Um die genauen Hintergründe des geringen Frauenanteils in Führungspositionen zu erkennen und passende Maßnahmen abzuleiten, hat der verbandlichen Caritas das Institut für Angewandte Forschung der Katholischen Hochschule Freiburg mit der Durchführung einer Studie beauftragt.

Beschreibung der Maßnahme

Im Rahmen der Studie wurden zunächst 40 weibliche und männliche Führungskräfte in der Caritas danach befragt, wie sie den beruflichen Aufstieg in der Organisation und ihren Führungsalltag sehen. Auf dieser Grundlage wurde zusätzlich ein Fragebogen entwickelt, um die Perspektive von über 300 weiblichen Führungskräften aus verschiedenen Hierarchieebenen der Caritas zu erfassen. Die Studie ergab u.a., dass nicht die Führungs-, aber die Aufstiegskompetenz von Frauen gezielt gefördert werden sollte. Auch braucht der Verband Strukturen, die Frauen und Männern ortsnahe Karriereschritte ermöglichen.


Hans Jörg Millies, Finanz- und Personalvorstand des DCV
Deutscher Caritas Verband e.V.
Hans Jörg Millies, Finanz- und Personalvorstand des DCV

„Dass wir Handlungsbedarf haben beim Zugang von Frauen zu den oberen Führungsebenen unseres Verbandes, war uns allen klar. Die Studie hat uns geholfen, unsere Organisationskultur besser zu verstehen und daraus Maßnahmen abzuleiten. Uns wurde deutlich, dass es mit Frauenförderung nicht getan ist, sondern wir einen Dialogprozess im Verband einleiten müssen, wie bei uns Frauen und Männer als Führungskräfte künftig gut zusammenarbeiten können.“


 

Wirkung/Ergebnis

Mit Hilfe der Studie konnten die Maßnahmen genau auf den Bedarf der Caritas zugeschnitten werden. Dadurch hat sich auch die Argumentationsgrundlage gegenüber Mitarbeitenden, die Gleichstellungsaktivitäten kritisch gegenüber stehen, verbessert. Die Abteilung „Öffentlichkeitsarbeit“ nutzte die Durchführung und Präsentation der Studie, um das Thema Geschlechtergerechtigkeit in der Organisation prominenter zu platzieren.

Lehrreiche Erfahrung

  • Die Zusammenarbeit mit einem renommierten wissenschaftlichen Institut erhöht die Akzeptanz der Ergebnisse bei den Entscheidungsträgern und -trägerinnen.
  • Die Auswahl eines zur Unternehmenskultur passenden Instituts/Dienstleisters ist elementar für den Erfolg der Bedarfserhebung

Falls Sie Fragen und Anmerkungen zu diesem oder anderen Praxisbeispielen haben sollten, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an mitgestalten@chefsache.de.

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