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Strategische Debatten

Praxisbeispiel bei Bayer

Hintergrund/Ausgangslage

Bayer hat sich eine bessere Balance von Frauen und Männern im Management auf die Fahnen geschrieben. Die Umsetzung kann jedoch nur gelingen, wenn die Führungskräfte von Relevanz und Nutzen überzeugt sind und die Zielsetzung begründen können.

Beschreibung der Maßnahme

Initiiert und unterstützt durch den Vorstandsvorsitzenden Marijn Dekkers haben sich Führungsteams bei Bayer weltweit in mehr als 100 Strategischen Debatten intensiv mit dem Thema geschlechter- und kulturenübergreifende Führung auseinandergesetzt. Ziel war es, sowohl das Bewusstsein für das Thema als auch die entsprechenden Fähigkeiten im oberen Führungskreis des Unternehmens weltweit zu schärfen. Insgesamt waren fast 2.000 Vorgesetzte aus Geschäftsbereichen, Landesorganisationen und Fachbereichen aktiv involviert. Im Rahmen der Veranstaltungen wurden jeweils u.a. nationale und globale Statistiken zur Geschlechterbalance sowie zur Entwicklung des Nachwuchskräftebedarfs analysiert. Darauf aufbauend haben die Führungskräfte über Konsequenzen für Bayer debattiert und geschäftsspezifische Aktionspläne aufgesetzt.

Das Format "Strategische Debatte" ermöglicht den (überwiegend männlichen) Führungskräften eine offene und ehrliche Auseinandersetzung über das Was,  Warum und Wie einer besseren Geschlechterbalance. In einem interaktiven, dynamischen Rahmen befassen sich die Teilnehmer mit der Bedeutung von Geschlechterbalance für den Geschäftserfolg und dem Stand der Entwicklung im eigenen Unternehmen. Die Diskussionen münden in Aktionspläne, die die Führungsgruppen selbst entwickeln und damit überzeugend vertreten können
Strategische Debatten helfen so, Bewusstsein zu schärfen, Kongruenz zu fördern und Erkenntnisse in wirksame Aktionspläne umzusetzen.

Voraussetzung ist zunächst die Bereitschaft des Unternehmens, in die Mobilisierung der Führungsmannschaft zu investieren. Erster Umsetzungsschritt ist dann die Koordination eines verbindlichen Termins für die Führungsmannschaft (optimal sind 6 Stunden). Die Moderation der Strategischen Debatten sollte eine externe Fachkraft übernehmen
Grundlage der Diskussionen ist u.a. eine kritische Betrachtung des Ist-Zustands auf Basis vertraulicher Interviews und interner Statistiken.

Wirkung/Ergebnis

Um die Wirksamkeit der Sessions zu erfassen, wurde das Management anonym über die Einstellung zum Thema befragt – und zwar sowohl vor Beginn der Strategischen Debatten als auch 2 Jahre später. Die Veränderung war beachtlich: Die Werte zeigten eine größere Kongruenz, ein verbessertes Verständnis für die geschäftliche Relevanz von Geschlechterbalance sowie ein insgesamt geschärftes Bewusstsein und Verständnis. Auch die Bewertung der jeweiligen Veranstaltungen fiel mit überwältigender Mehrheit positiv aus.

Lehrreiche Erfahrungen

  • Team-Vorgesetzte in Gestaltung und Führung der Strategischen Debatte sichtbar einbeziehen
  • Versierte, professionelle Moderation sicherstellen