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Bosch-Mentoring-Programme

Praxisbeispiel bei Bosch

 

Hintergrund/Ausgangslage

Im Rahmen eines umfassenden Diversity-Managements widmet sich Bosch seit Jahren intensiv auch der Chancengleichheit von Männern und Frauen.

Als global agierendes Unternehmen hat Bosch sich intern das Ziel gesetzt, bis 2020 weltweit einen Anteil von 20% Frauen in Führungspositionen zu erreichen.

Um seine Zukunftsorientierung beizubehalten, setzt Bosch verstärkt auf die Entwicklung von Führungskräften aus den eigenen Reihen. Dazu werden im Rahmen der Führungskräfteentwicklung Maßnahmen zur Qualifizierung und persönlichen Weiterentwicklung angeboten.

Beschreibung der Maßnahme

Bosch setzt neben anderen Maßnahmen seit Jahren auch auf Mentoring-Programme für Frauen.

Im Rahmen eines weltweit geltenden Portfolios gibt es verschiedene Formen des Mentorings:

  • Alle Frauen, die auf dem Weg zu einer nächsthöheren beruflichen Entwicklungsstufe sind, erhalten systematisch ein Mentoringangebot.
  • Zusätzlich bieten die meisten Standorte weitere Programme an.
  • Um den Austausch über die Bosch-Geschäftseinheiten hinaus zu unterstützen, wird ein Bosch-Cross-Programm angeboten, bei dem Mentee und Mentor aus unterschiedlichen Geschäftseinheiten und Funktionsbereichen stammen.
  • Um auch über Bosch hinaus Einblicke in andere Firmen zu ermöglichen, beteiligt sich Bosch zusammen mit acht weiteren Firmen an einem sogenannten Cross-Company- Programm.

Im Rahmen dieser Programme werden männliche und weibliche Führungskräfte, die ein bis zwei Hierachieebenen höher als die Mentees sind, zu Mentoren, um Frauen auf ihrem Karriereweg zu begleiten. Häufig gehören zu den Programmen auch begleitende Veranstaltungen zum Auftakt und Abschluss sowie Workshops, deren Themen auf den Bedarf der Mentees abgestimmt sind.

In der Regel dauert der Zyklus eines Mentoring-Tandems 12 Monate. Die Tandems treffen sich alle 6 bis 8 Wochen für ca. 1,5 bis 3 Stunden.

Die Tandems beschließen zu Beginn, welche Themen während des Mentorings besprochen werden sollen und erstellen gemeinsam eine Art Zielvereinbarung.

Wirkung/Ergebnis

Seit Jahren erfahren alle Mentoring-Programme einen großen Zuspruch von interessierten Mentees und Mentoren.

Die Mentees schätzen es sehr, sich außerhalb ihrer eigenen Hierarchielinie mit erfahrenen Führungskräften austauschen zu können. Häufig erhalten sie so neue Ideen für ihr Handeln und bekommen Einblicke in die Welt einer erfahreneren Führungskraft.

Aber auch die Mentoren profitieren von ihrer Mentorenschaft, denn sie erhalten Einblicke in die unterschiedlichen Sichtweisen von Frauen und Männern.

Mentoren und Mentees erleben es als äußerst positiv, sich gegenseitig Feedback zu geben und Erfahrungen auszutauschen.

Lehrreiche Erfahrungen

Wichtige Voraussetzungen sind eine gute Vorbereitung, Zeit und Transparenz:

  • Die Mentee definiert für sich vor dem Start des Mentorings klare Ziele, die sie während des Mentorings besprechen und erreichen will.
  • Mentor und Mentee wissen im Vorfeld, wie hoch der Zeitbedarf ist und nehmen sich Zeit für die Treffen.
  • Die Führungskraft der Mentee ist informiert und unterstützt das Mentoring-Programm.

Hilfreich für die Durchführung ist ein standardisiertes Vorgehen:

  • Ein CV, der individuell von Mentor und Mentee ausgefüllt und dem jeweils anderen zur Verfügung gestellt wird.
  • Ein Fragebogen für die Mentees zu ihren Zielen und Vorstellungen, mit dessen Hilfe ein passender Mentor gefunden werden kann.
  • Eine Klärungshilfe für Mentor und Mentee zu den Inhalten von Mentoring (was ist Mentoring und was ist es nicht?).
  • Trainingsangebot für Mentoren als Vorbereitung auf ihre Mentorenschaft.