Eine Familie macht ein Selfie
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Praxisbeispiel DIE ZEIT Familien­freundliche Arbeits­strukturen

DIE ZEIT ist ein mittel­ständisches Unter­nehmen mit flachen Hierarchien, das sich stark an den individuellen Bedürfnissen seiner Mit­arbeiter orientiert.

Hintergrund/Ausgangssituation

Das Angebot flexibler Arbeits- und Karriere­modelle kommt dem Wunsch zahlreicher Mitarbeiter der ZEIT entgegen, die Arbeits­zeit zu reduzieren, insbesondere nach der Rück­kehr aus der Eltern­zeit. Gleich­zeitig sollen die Modelle helfen, qualifizierte Mit­arbeiter, insbesondere in Führungs­positionen, im Unter­nehmen zu halten.

Beschreibung der Maßnahme

Ziel der zukünftigen Maßnahmen ist es, dass sie eine individuelle Karriere­planung je nach persönlicher Lebens­phase noch mehr unter­stützen. Dazu gehört heute schon eine flexible Arbeits­zeit­gestaltung mit Regelungen zu Teil­zeit, Aus­zeit und Home­office. Die Betriebs­vereinbarung Home­office eröffnet die Möglichkeit vor dem Hinter­grund der Vereinbar­keit von Familie und Beruf, den Arbeits­ort selbst zu wählen, auch die (vor­über­gehende) Reduzierung von Reise­tätig­keiten ist möglich.


Sandra Kreft
Verlagsleiterin Magazine & Neue Geschäftsfelder, Geschäftsführerin des ZEIT Kunstverlags

„Ich finde es wichtig, Vor­bild zu sein und durch meine persönliche Haltung eine Atmo­sphäre zu schaffen, in der es den Kolleginnen und Kollegen möglich ist, offen zu kommunizieren, um in jedem Einzel­fall individuelle Lösungen zu finden, die die Vereinbarkeit von Familie & Beruf ermöglichen. Ich habe dabei den Mut, neue Wege zu gehen, da dies von der Organisation mit­getragen wird.“


Zukünftig soll die Karriere­entwicklung noch mehr die persönlichen Bedürfnisse der Mitarbeiter/-innen berück­sichtigen. Angedachte Optionen sind u.a. temporäre Seit­wärts- oder Ab­wärts­bewegung, flexibles Anpassen der Karriere­geschwindig­keit, Variieren der mit der Position verbundenen Verantwortlich­keit, Neu­verteilung von Themen/Aufgaben oder Job­sharing/Top­sharing.

Um die Arbeits­strukturen familien­freundlich zu gestalten, gilt im Unter­nehmen schon heute in vielen Bereichen Ergebnis- anstatt Präsenz­zei­torientierung. Meetings finden überwiegend während der Kern­zeiten statt. Um Führungs­kräfte und Kollegen/Kolleginnen noch mehr für das Thema Vereinbar­keit von Familie und Beruf zu sensibilisieren, soll das Thema zukünftig regel­mäßig in Führungs­kräfte­schulungen eingebunden werden. Die Unter­nehmens­leitung hat sich für eine familien­freundliche Arbeits­struktur aus­gesprochen. Vor­gesehen ist, dies auch in einer Unter­nehmens­leit­linie transparent zu machen. Das Thema soll ferner verstärkt regel­mäßig in der internen (z.B. Internet, Mailings, HR Newsletter) und externen Kommunikation (z.B. Karriere­seite der ZEIT Verlags­gruppe, Social Media) auf­gegriffen werden.

Wirkung/Ergebnis

Mit diesen Maßnahmen lassen sich vorhandene Potenziale – insbesondere weiblicher (Nachwuchs-)Führungs­kräfte – besser nutzen. Die größere Sensibilität für das Thema sorgt für selbst­verständlicheren Umgang mit Frauen in Führungs­positionen (auch in Teil­zeit), Rollen­vielfalt kann besser gelebt werden. Das Unter­nehmen wird intern und extern als attraktiver Arbeit­geber wahr­genommen.

Lehrreiche Erfahrungen

  • Commitment der Unter­nehmensleitung, Umsetzungs­wille und Vorbild­rolle der Führungs­kräfte sind unverzichtbar
  • Breite Kommunikation bereits gelebter Maß­nahmen soll für Nach­haltig­keit und Kultur­wandel im gesamten Unter­nehmen – statt nur in einzelnen Bereichen – sorgen

Falls Sie Fragen und Anmerkungen zu diesem oder anderen Praxis­beispielen haben sollten, schreiben Sie uns gerne eine E-Mail an mitgestalten@chefsache.de.

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